Bachelor Design: Vertiefung Game Design an der ZHdK

    Videospiele entwickeln sich immer mehr zum kulturellen Leitmedium des 21. Jahrhunderts und haben in manchen Ländern bereits den Kinofilm als die beliebteste Form der Populärkultur abgelöst. Aus diesem Grunde nimmt auch die wirtschaftliche Bedeutung dieses verhältnismäßig neuen Mediums immer weiter zu. Video Games haben sich längst, als ein wichtiger Bestandteil der Unterhaltungsindustrie etabliert, und entwickeln sich unaufhörlich weiter, zu einer ernsthaften – und zu einer besonders kreativen – Kunstform.

    Der stetig wachsende Einfluss des Mediums zeigt sich auch an der ständig wachsenden Zahl von Videospielverfilmungen und an der immer häufigeren Übernahme der Computerspielästhetik in Kinofilmen. Darüber hinaus haben die besonderen Ästhetiken und die Interaktivität von Videospielen längst Einzug in viele weitere Themengebiete erhalten: Sie vermitteln heute Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Ausbildung und Beruf auf spielerische Weise selbst komplexe Lerninhalte und besitzen im medizinischen und therapeutischen Kontext eine motivationssteigernde Wirkung auf die Patienten.

    Game-Design an der ZHdK studieren

    Die an der Zürcher Hochschule der Künste im Rahmen eines Bachelor Studiengangs angebotene Vertiefungsrichtung Game Design ist fokussiert auf die Gestaltung und Kultur interaktiver Spiele. Diese Fachrichtung an der Hochschule bietet eine umfassende Ausbildung rund um das Themenfeld Spiele-Design an.

    Das übergreifende Ziel des Bachelor-Studiums mit der Vertiefungsrichtung Videospiel-Design an der einstigen Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich (HGKZ) besteht darin, die Studierenden zu einer eigenständigen Entwicklung voll funktionsfähiger Spiele oder Spielprototypen zu befähigen. Diese praktische Gesamtausrichtung erhält ein solides Fundament durch den Unterricht abrundende theoretische Studienangebote.

    Studieninhalte und Kooperationen

    In dem mit einem Bachelor Design abschließendem Studium erwerben die Studierenden eine große Vielzahl von Fähigkeiten auf konzeptionellem, gestalterischem und technologischem Gebiet. Diese bilden eine solide Grundlage für die Entwicklung und die Umsetzung rechnergestützter Spiele. Hierbei liegt der Schwerpunkt der Ausbildung innerhalb dieser Vertiefungsrichtung auf der praxisorientierten Vermittlung von speziellen Kenntnissen rund um die Spielentwicklung.

    Zur Unterstützung dieses praxisorientierten Lehransatzes stehen den Studierenden dieser Vertiefungsrichtung das Game Lab und das Game Archiv zur Verfügung. Diese bilden eine ideale Infrastruktur für die Durchführung von Experimenten durch die Studierenden mit verschiedenartigen Technologien sowie ein attraktives Nachschlagewerk für die Geschichte und Theorie von Spielen.

    Darüber hinaus profitieren die Studierenden von dem Forschungsumfeld der Fachrichtung, das interessante Schwerpunkte wie Game Studies oder Serious & Applied Games besitzt. Zudem arbeitet die Fachrichtung Spiele-Design bei einer Vielzahl von Studien- und Forschungsprojekten mit internationalen renommierten Partnern aus der Wirtschaft und der Hochschullandschaft zusammen. Diese Kooperationen schliessen in der Regel mit der Publizierung der Forschungsergebnisse und/oder der Entwicklung von voll funktionsfähigen technischen Applikationen ab.

    Berufsfelder und Eignung

    Absolvent/-innen eines Bachelor-Studiengangs in der Vertiefungsrichtung Spiele-Design sind aufgrund ihrer vielfältigen erworbenen Kenntnisse ohne Weiteres dazu in der Lage die Anforderungen von Einstiegspositionen als Level-Designer/-innen, 3D-Game-Artists, Character-Designer/-innen, Spielkonzepter/- innen oder Projektleiter/-innen zu erfüllen.

    Zu den Voraussetzungen für diesen Studiengang gehört ein Interesse an der Entwicklung von Game Software und daran, sowohl auf theoretischer als auch auf praktischer Ebene zukunftsweisenden Fragestellungen nachgehen zu wollen. Hinzu kommen Interessen und Fähigkeiten aus interdisziplinären Bereichen wie der Malerei, Grafik, Fotografie, Film, 3D-Modelling, Animation, Storytelling, Dramaturgie, Theater und an Entwicklungstätigkeiten in den Bereichen Technik und Informatik.