Bachelor Design: Vertiefung Interaction Design

    In immer stärkerem Ausmass werden unsere Arbeitswelt und unser Privatleben von neuen digitalen und kommunikativen Technologien bestimmt. Schon heute verändern neue Technologien wie Notebooks, Tablets und Smartphones unseren Alltag in einer noch vor Kurzem kaum für möglich gehaltenen Weise. Dabei ist dies nur die Spitze des Eisbergs einer grundlegenden Umwälzung der Art und Weise, wie Menschen miteinander interagieren. Unaufhörlich schreitet die Entwicklung immer neuer Technologien voran.

    Die Aufgabe von Interaction-Designer/-innen besteht darin, die Schnittstellen zwischen Menschen, Produkten und Diensten so zu gestalten, dass diese sowohl unter funktionalen als auch emotionalen Gesichtspunkten auf die bestmögliche Weise ihren Zweck erfüllen. Hierbei schliesst das Aufgabenfeld von Interaction-Designer/-innen so vielfältige und unterschiedliche Bereiche, wie die User Experience, das Service Design sowie ein räumliches und performatives Design ein. In all diesen Bereichen nehmen Interaction-Designer/-innen sowohl eine vermittelnde als auch eine beratende Rolle ein.

    Interaction Design an der ZHdK

    An der Zürcher Hochschule der Künste – der einstigen Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGKZ) besteht die Möglichkeit einen Bachelor Design in der Vertiefungsrichtung Interaction Design (IAD) zu erwerben. Im Rahmen dieser Vertiefungsrichtung werden die Studierenden eingehend in der Erforschung und Gestaltung interaktiver Erfahrungen ausgebildet, die in einen komplexen Kontext von ästhetischen, technologischen und gesellschaftlichen Fragestellungen eingebettet sind.

    Die Bachelor-Studierenden lernen der Vertiefungsrichtung Interaction Design nicht nur das grundlegende digitale Handwerk, sondern erwerben darüber hinaus ebenfalls die Fähigkeit zur kritischen Reflexion von verschiedenen Ansätzen zu die neuen Technologien betreffenden Themen und der Rolle des Designers in der Gesellschaft. Auf diese Weise erhalten die Studierenden sowohl solide handwerkliche Fähigkeiten auf dem Gebiet des Interaction Designs als auch eine tiefere Einsicht in ihr Arbeitsfeld. Diese Schlüsselqualifikationen ermöglichen es ihnen, ihre konkreten erworbenen Fähigkeiten auf souveräne Weise an ein sich konstant wandelndes Aufgabengebiet anzupassen.

    Studieninhalte und Kooperationen

    Im Rahmen dieses Bachelor-Studiengangs entwickeln die Studierende benutzerorientierte und partizipative Strategien und ein fundiertes Verständnis in den Bereichen User Experience, 2D- und 3D-Medien sowie Sonic Interaction. Darüber hinaus erwerben sie die Fähigkeit zum methodischen Beobachten und Analysieren von Verhaltensweisen. Diese bilden die Grundlage der anschliessenden Vermittlung von Designideen und grundlegenden Programmier- und Elektronikkenntnissen. Dieses im ersten Studienjahr erworbene Grundlagenwissen wird in den beiden folgenden Studienjahren weiter vertieft und anhand konkreter Projekte erprobt.

    Hierbei kann die Fachrichtung Interaction Design auf eine langjährige erfolgreiche Kooperation mit Unternehmen wie Bayer, BMW, Helsana, Swisscom, Swiss International Air Lines und car2go sowie mit innovativen Start-ups und Dienstleistern aus dem Gesundheitsbereich sowie Universitäten wie der ETH Zürich, Universität Zürich, Venice University of Architecture, Université Pierre et Marie Curie in Paris, die Angewandte in Wien und Forschungszentren wie Ircam in Paris oder Hexagram in Montreal.

    Berufsfelder und Eignung

    Den Absolvent/-innen dieses Bachelor-Studiengangs eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten in den Bereichen Interaction Design, Experience Design und Interface Design sowie Kunst, Informationsarchitektur oder einer Projektleitung in Industrie, Agenturen und der Forschung. Auch können sie sich als Unternehmer/-innen selbstständig machen.

    Die Voraussetzungen für diese Studienrichtung bestehen in einer allgemeinen Kreativität und Neugierde sowie in konzeptionellen, gestalterischen oder technologischen Fähigkeiten. Hinzu kommt ein Interesse sich für Bereiche wie Grafik, Produkt- oder Interface Design, Informationsvisualisierung, Physical Computing, Programmierung, Web und Mobile User Experience oder installative künstlerische Tätigkeiten.

    Was ist eigentlich Interaction Design?

    Interaktionsdesign oder Interaction Design (abgekürzt IxD, auch Interaktionsgestaltung) beschäftigt sich mit der Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen. Interaktionsdesign ist eine vergleichsweise junge Designdisziplin, die Ende der 1980er Jahre im Zuge der grafischen Bedienoberflächen (GUI) als eigenständige Disziplin ins Leben gerufen wurde.

    Die Vertiefungsrichtung Interaction Design an der Zürcher Hochschule der Künste bietet ein lebendiges Umfeld für das Erkunden und Gestalten interaktiver Interfaces, Systeme und Services. Informieren Sie sich an der ZHdK über die Bachelor-, Master- und Doktoratsprogramme und erfahren Sie in welchen Forschungsfeldern wir tätig sind.

    Neue Technologien, Geräte und Medien bestimmen zunehmend unseren Alltag und verändern die Art und Weise nachhaltig, wie Menschen miteinander interagieren. Interaction-Designer/-innen gestalten die Schnittstellen zwischen Menschen, Produkten und Diensten mit dem Ziel, diese möglichst zweckdienlich und bereichernd zu gestalten. Sie tun dies in den Bereichen User Experience, Service Design, räumliches und performatives Design. Sie nehmen dabei eine vermittelnde und beratende Rolle ein.

    Quelle: https://www.zhdk.ch/?bde_iad

    Interaction Designer verfolgen innerhalb ihres Designprozesses meist ähnliche Vorgehensweisen um eine Lösung, jedoch niemals die Lösung, für ein spezifisches Problem zu finden. Die Designer gestalten frühe Prototypen (Simulationen, interaktive Demos oder Bedienteile) um ihr Konzept weiterfolgend mit Hilfe von Benutzern auf ihre Anwendbarkeit hin zu überprüfen. Innerhalb der Interaktionsgestaltung gibt es somit sechs Hauptpunkte, die je nach Benutzer-Feedback und Häufigkeit der Iterationsstufen variieren kann.